Das Theorem des Papageis

Nachdem ich dieses Buch gelesen habe dachte ich:

„Na toll, hätten meine Mathelehrer das damals schon lesen können, wäre mir bestimmt manch ein Kampf mit Formeln und Gleichungen während meiner Schulzeit erspart geblieben!“

Leider gab es dieses Buch zu dieser Zeit noch nicht, und ob es von den Richtigen gelesen worden wäre ist zu bezweifeln.

Die Geschichte der Mathematik wird in „Das Theorem des Papageis“ von Denis Guedj auf äußerst unterhaltsame Weise in einem Jugendroman erzählt.

Der gelähmte Buchhändler Monsieur Ruche erhält von einem seit 50 Jahren verschollenen Freund eine einzigartige Sammlung wertvoller, mathematischer Bücher. Es folgt ein Brief, in dem der im Dschungel des Amazonas verschollene Freund einerseits seinen nahenden Tod ankündigt und andererseits behauptet, zwei der größten Rätsel der Mathematik gelöst zu haben.

Bei der mühevollen Aufgabe, diese Bücher nach einem sinnvollen System in seiner Buchhandlung zu katalogisieren, erhält Monsieur Ruche Unterstützung von einigen Freunden – darunter eine Gruppe recht eigenwilliger Kinder. Und natürlich spielt – der Titel deutet es ja an – ein ebenso eigenwilliger Papagei eine besondere Rolle. Doch der leidet unter Gedächtnisschwund und ist nicht so nützlich wie er sein könnte.

Während die kleine Gruppe sich nun der schwierigen Aufgabe stellt und so nebenbei noch des Geheimnis um den Freund des Buchhändlers lösen möchte, begeben sie sich auf eine spannende und selbst für Mathematikbanausen gut verständliche Reise durch die Welt der Zahlen.

Dabei erfahren wir unter anderem, woher die Zahl „0“ kommt und warum wir sie plötzlich brauchten, wer wen wegen welcherLösung für eine mathematische Formel getötet hat und welchen Beitrag Dschingis Khan für die Geschichte der Mathematik geleistet hat. Nicht nur Jugendliche, auch Erwachsene werden an einigen Stellen des Buches bestimmt sagen:

„Ach, jetzt verstehe ich das endlich!“

 

Liebe Kinder: dieses Buch solltet Ihr lesen. Vielleicht könnt Ihr danach mit manch einer lässig eingeworfenen Bemerkung während einer Mathestunde Euren Lehrer etwas verunsichern. Dreht den Spieß ruhig einmal herum 🙂